Zur Landtagswahl 2001
Wahlnachlese: ganze 392 Stimmen fehlten zu einem weiteren Sitz
Zum Ausklang der Kommunalwahlen gabs am Freitag im Lamm in Birkenweißbuch
für alle Interessierten einen kleinen Rückblick auf die zurück-liegenden
Wochen und Monate, und natürlich beschäftigte man sich auch mit dem Wahlergebnis,
wobei vor allem die Gemeinderatswahl zur Sprache kam. OV-Vorsitzender Hans-Peter Kistler
bedankte sich bei den Kandidatinnen und Kandidaten und all den anderen, die ihren Teil
dazu beigetragen haben, daß der Wahlkampf so harmonisch und ohne jede Panne über
die Bühne ging.
Den drei Frauen und zwei Männern, die den Einzug in den Gemeinderat geschafft
haben, überreichte der Vorsitzende jeweils eine wunderschöne Rose. Eine besondere
Hervorhebung verdient Silvia Häupl aus Rettersburg, die aus dem Stand 1.167 Stimmen
erreichte. Ebenfalls mit einer Rose und mit herzlichen Dankesworten für die geleistete
Arbeit wurde Silvia Wesch bedacht, die dem neuen Gemeinderat leider nicht mehr angehören
wird, obwohl sie gegenüber dem letzten Mal an Stimmen zugelegt hat.
Mit dem Stimmenergebnis hatte sich wieder Hobby-Statistiker Hans Hermann beschäftigt.
Er zog ein überwiegend positives Fazit. Obwohl, gemessen an der letzten Wahl,
über 5.000 Stimmen weniger abgegeben wurden, konnte die SPD gut 1.200 Stimmen
zulegen, während die Bürgerliche Wählervereinigung fast 2.000 Stimmen
einbüßte. Das hatte unter anderem zur Folge, daß die SPD diesmal vier
Direktmandate holte; bisher waren es nie mehr als zwei gewesen. Und obwohl es statt
bisher 22 künftig nur noch 19 Gemeinderäte geben wird, konnte die SPD ihre
fünf Sitze halten.
Bemerkenswert waren aus Sicht der SPD die Ergebnisse in Oppelsbohm und in Weißbuch/Streich,
denn die örtlichen SPD-Kandidaten erhielten dort 44,2 bzw. 42,1 Prozent. Im übrigen
(de Hondt läßt grüßen) fehlten der Berglen-SPD ganze 392 Stimmen
zu einem zusätzlichen Mandat - ein Kandidat mehr, irgendwo, und es hätte
vermutlich geklappt. Das war denn auch der einzig negative Aspekt, der angesprochen
wurde. Es muß künftig bei der Kandidatensuche vielleicht noch mehr getan
werden.
Natürlich hat das Fehlen einer Buntspecht-Liste das Wahlergebnis beeinflußt.
Aber die örtliche SPD geht in jedem Fall gestärkt aus den diesjährigen
Gemeinderatswahlen hervor. Noch nie standen bisher unter den zwanzig Bewerbern mit
der höchsten Stimmenzahl fünf SPD-Kandidaten. Und ein Zuwachs von 6,6 Prozent
auf insgesamt 29,3 Prozent der gültigen Stimmen kann sich in diesen Tagen, da
die SPD landauf, landab übel gebeutelt wird, wahrlich sehen lassen.
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