Gemeinderatswahl 2004
Frage der Zeitungsredaktion an die SPD
zur Gemeinderatswahl 2004:
Ist die unechte Teilortswahl noch zeitgemäß?
Berglen war noch nie reich und hat auf Prestigeprojekte seit eh und
jeh verzichtet. Alle notwendigen größeren Projekte konnten
nur mit Zuschüssen, z.B. aus dem Ausgleichsstock finanziert
werden. Gerade die SPD ist bei der Rathauserweiterung und
verschiedenen anderen Gebäuderenovierungen immer wieder auf die
Kostenbremse getreten und hat verschiedentlich eine Deckelung der
Ausgaben vorgeschlagen. Klar ist dass auch zukünftig
personalkostenintensive Bereiche wie Bauhof und Verwaltung auf den
Prüfstand müssen, das heißt: Sind durch eine
effizientere Gestaltung von Arbeitsabläufen und
Arbeitsplätzen Einsparmöglichkeiten gegeben?
Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten,
Kläranlage, Verwaltungen sowie mittlerweile auch
Feuerwehrabteilungen sind bereits freiwillig zusammengelegt, somit
sehen wir hier kaum weitere Einsparungspotentiale. Sparen ist
wichtig, aber soziale Gesichtspunkte, Gerechtigkeit so weit
möglich und Transparenz gegenüber den Bürgern
müssen bei den Entscheidungen des Gemeinderates im Vordergrund
stehen.
KHM
Die unechte Teilortswahl war unmittelbar nach dem
Gemeindezusammenschluss absolut richtig: Durch die garantierte
Vertretung aller Teilorte wurde das Zusammenwachsen gefördert.
Die unechte Teilortswahl ist jedoch nicht Garant dafür, dass der
vom Teilort gewollte Vertreter auch in den Gemeinderat einzieht -
deshalb die Betonung auf "unecht". Auch in Berglen hat in
Einzelfällen der vom Teilort " nicht gewollte" Vertreter ein
Mandat erhalten. Allerdings haben sich die Gemeinderäte der SPD
schon immer als Vertreter aller Teilorte verstanden. Zwischenzeitlich
sehen wir und wohl auch die Mehrheit der Bevölkerung die
Gemeinde nicht nur als politische Verwaltungseinheit, sondern als
selbstbewusstes Gemeinwesen, das sich mit seiner tollen Landschaft
von den angrenzenden Siedlungsachsen positiv abhebt. 33 Jahre nach
der Verwaltungsreform ist die Gemeinde längst volljährig
und die unechte Teilortswahl damit überholt. Erstaunlicherweise
hat die BWV - Fraktion mit ihrem Teilortsdenken dies noch nicht
erkannt und hat deshalb im letzten Jahr den Antrag der Verwaltung zur
Abschaffung der unechten Teilortswahl nicht unterstützt.
KHM
Wo sehen Sie angesichts der künftig finanziell mageren
Zeiten für die Gemeinde Einsparmöglichkeiten, zum Beispiel
dadurch, dass Einrichtungen zusammengelegt, gebündelt werden?
Berglen war noch nie reich und hat auf Prestigeprojekte seit eh und
jeh verzichtet. Alle notwendigen größeren Projekte konnten
nur mit Zuschüssen, z.B. aus dem Ausgleichsstock finanziert
werden. Gerade die SPD ist bei der Rathauserweiterung und
verschiedenen anderen Gebäuderenovierungen immer wieder auf die
Kostenbremse getreten und hat verschiedentlich eine Deckelung der
Ausgaben vorgeschlagen. Klar ist dass auch zukünftig
personalkostenintensive Bereiche wie Bauhof und Verwaltung auf den
Prüfstand müssen, das heißt: Sind durch eine
effizientere Gestaltung von Arbeitsabläufen und
Arbeitsplätzen Einsparmöglichkeiten gegeben?
Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten,
Kläranlage, Verwaltungen sowie mittlerweile auch
Feuerwehrabteilungen sind bereits freiwillig zusammengelegt, somit
sehen wir hier kaum weitere Einsparungspotentiale. Sparen ist
wichtig, aber soziale Gesichtspunkte, Gerechtigkeit so weit
möglich und Transparenz gegenüber den Bürgern
müssen bei den Entscheidungen des Gemeinderates im Vordergrund
stehen.
KHM
Sehen Sie für Berglen Chancen bei der Werbung für
den Naherholungs-Tourismus aus dem Raum Stuttgart? Vorausgesetzt
natürlich, dass Berglen darin überhaupt ein anzustrebendes
Ziel sieht.
Berglen ist seit langem im Regionalplan als Naherholungsgebiet
für den Großraum Stuttgart ausgewiesen. Wir halten es aus
verschiedenen Gründen für nicht erstrebenswert, den
Tourismus zu forcieren. Denn neben der Baumblüte sehen wir kaum
Naherholungsattraktionen. Im übrigen ist Berglen auch schon von
seiner Infrastruktur für betonten Naherholungstourismus nicht
geschaffen. Natürlich würde die Gastronomie in Berglen
steigende Gäste- bzw. Besucherzahlen begrüßen. Doch
dies sollten wir wie bisher dem Markt überlassen. Negative
Folgeerscheinungen des Autotourismus sind leider bereits jetzt an den
Waldparkplätzen und in deren Umgebung (wilde
Müllentsorgung) zu beobachten. Weitere Belastungen sind kein
erstrebenswertes Ziel. Vielmehr ist es unsere Pflicht, die
liebenswerte Bergleslandschaft auch zukünftigen Generationen zu
erhalten.
KHM
Wird für junge Familien genug getan - etwa hinsichtlich
der Betreuungsangebote und des ÖPNV - um für Mütter
beziehungsweise alleinerziehende Familie und Beruf miteinander
vereinbaren zu können?
Günstige und bevorzugte Bauplatzvergabe an junge Familien,
flexible Kinderbetreuungszeiten in den Gemeindekindergärten,
Unterstützung des Projekts Kindergartenbus und vorbehaltlose
Förderung des Waldkindergartens waren und sind erklärte
Ziele gerade der SPD-Fraktion, die hier im Gemeinderat eine
Vorreiterrolle eingenommen hat. An diesem Kurs werden wir, auch und
besonders bei rückläufigen Kinderzahlen und auch gegen den
gelegentlichen Widerstand der BWV, festhalten. Im Rahmen der
finanziellen Möglichkeiten ist die Ganztagesbetreuung an
wenigstens einer Einrichtung in Berglen anzustreben, sowie die
Kernzeitbetreuung bedarfsorientiert sicherzustellen. Denn nur mit
gesicherter Betreuung lässt sich Familie und Beruf in
vertretbarer Weise vereinbaren. Für eine Sicherung der
Fahrkostenzuschüsse für Schüler, Sicherstellung des
Ruftaxis und eine Verbesserung der Busdichte werden wir uns im Rahmen
der finanziellen Grenzen einsetzen.
KHM
Nominierungskonferenz der SPD Berglen
Am Donnerstag den 22.4.04 nominierten die SPD-Mitglieder die
KandidatInnen für die Gemeinderatswahl am 13.Juni 2004. Bei der
gut besuchten Veranstaltung mit über 20 Teilnehmern stellte der
Vorstand die zwischenzeitlich großteils in Arbeitsgruppen
erarbeiteten Schwerpunktthemen vor.
Alle waren sich einig, daß es in der nächsten
Legislaturperiode darauf ankommt, die begrenzten finanziellen Mittel
sozial gerecht und sinnvoll einzusetzen. Die Entscheidungen des
Gemeinderates sollen transparent und für die Bürger klar
und nachvollziehbar sein. Dafür will die neue
SPD-Gemeinderatsfraktion stehen. Die KandidatInnen sind angetreten um
sich für das Wohl der Gemeinde zu engagieren. Acht Frauen und
Zehn Männer stellen sich zur Wahl:

Stehend von links:
Helmut Helget, Helge Hinrichs, Dieter Hahn, Axel Biermann, Martin
Oberdörfer-Schmidt, Stefan Simpfendörfer, Stephan Wilhelm,
Roland Fink, Gustav Gobin, Karl-Heinz Moser,
Sitzend von links:
Claudia Zeller, Dagmar Boschatzke, Heike Hubert, Silvia Häupl,
Ursula Müller, Barbara Hammer, Roswitha Kistler, Christa
Jooß
Rems-Murr-Kreis
Rangfolge der SPD-Ergebnisse 94 und 99
|
1994 |
|
1999 |
|
1. |
Schwaikheim |
32,1 |
1. |
Schwaikheim |
31,0 |
|
2. |
Urbach |
29,2 |
2. |
Leutenbach |
30,6 |
|
3. |
Waiblingen |
28,8 |
3. |
Weissach i.T. |
30,6 |
|
4. |
Großerlach |
28,5 |
4. |
Burgstetten |
30,3 |
|
5. |
Leutenbach |
28,1 |
5. |
Oppenweiler |
28,4 |
|
6. |
Kernen |
27,9 |
6. |
Allmersbach |
28,2 |
|
7. |
Backnang |
27,9 |
7. |
Backnang |
28,0 |
|
8. |
Murrhardt |
27,8 |
8. |
Murrhardt |
27,6 |
|
9. |
Spiegelberg |
26,9 |
9. |
Waiblingen |
27,1 |
|
10. |
Oppenweiler |
26,8 |
10. |
Großerlach |
26,8 |
|
11. |
Weissach i.T. |
26,7 |
11. |
Kernen |
26,7 |
|
12. |
Allmersbach |
26,6 |
12. |
Korb |
26.2 |
|
13. |
Burgstetten |
26,0 |
13. |
Fellbach |
26,2 |
|
14. |
Plüderhausen |
26,0 |
14. |
Auenwald |
26,0 |
|
15. |
Welzheim |
25,6 |
15. |
Spiegelberg |
25,5 |
|
16. |
Fellbach |
25,5 |
16. |
Aspach |
25,4 |
|
17. |
Korb |
25,5 |
17. |
Plüderhausen |
25,3 |
|
18. |
Schorndorf |
25,2 |
18. |
Winnenden |
25,2 |
|
19. |
Winnenden |
25,2 |
19. |
Welzheim |
24,9 |
|
20. |
Winterbach |
25,0 |
20. |
Urbach |
24,5 |
|
21. |
Althütte |
24,8 |
21. |
BERGLEN |
23,8 |
|
22. |
Weinstadt |
24,2 |
22. |
Sulzbach |
23,8 |
|
23. |
Kirchberg |
24,2 |
23. |
Weinstadt |
23,6 |
|
24. |
Alfdorf |
23,6 |
24. |
Remshalden |
23,5 |
|
25. |
Remshalden |
23,4 |
25. |
Schorndorf |
23,3 |
|
26. |
Auenwald |
22,9 |
26. |
Winterbach |
23,3 |
|
27. |
Sulzbach |
22,6 |
27. |
Althütte |
23,0 |
|
28. |
Kaisersbach |
22,1 |
28. |
Alfdorf |
22,7 |
|
29. |
BERGLEN |
22,1 |
29. |
Kirchberg |
19,9 |
|
30. |
Aspach |
21,6 |
30. |
Rudersberg |
19,5 |
|
31. |
Rudersberg |
21,1 |
31. |
Kaisersbach |
19,2 |
|
Rems-Murr-KreisAbschneiden der SPD in den einzelnen Gemeinden
|
|
Gemeinde |
1994 |
1999 |
Veränderung |
|
|
|
|
|
|
|
1. |
Burgstetten |
26,0 |
30,3 |
+ 4,3 |
|
2. |
Weissach i.T. |
26,7 |
30,6 |
+ 3,9 |
|
3. |
Aspach |
21,6 |
25,4 |
+ 3,8 |
|
4. |
Auenwald |
22,9 |
26,0 |
+ 3,1 |
|
5. |
Leutenbach |
28,1 |
30,6 |
+ 2,5 |
|
6. |
BERGLEN |
22,1 |
23,8 |
+ 1,7 |
|
7. |
Allmersbach |
26,6 |
28,2 |
+ 1,6 |
|
8. |
Oppenweiler |
26,8 |
28,4 |
+ 1,6 |
|
9. |
Sulzbach |
22,6 |
23,8 |
+ 1,2 |
|
10. |
Fellbach |
25,5 |
26,2 |
+ 0,7 |
|
11. |
Korb |
25,5 |
26,2 |
+ 0,7 |
|
12. |
Backnang |
27,9 |
28,0 |
+ 0,1 |
|
13. |
Remshalden |
23,4 |
23,5 |
+ 0,1 |
|
14. |
Winnenden |
25,0 |
25,0 |
------ |
|
15. |
Murrhardt |
27,8 |
27,6 |
- 0,2 |
|
|
|
|
|
|
|
|
REMS-MURR-KREIS |
26,0 |
25,7 |
- 0,3 |
|
|
BAD.-WÜRTTEMBERG |
26,6 |
26,1 |
- 0,5 |
|
|
|
|
|
|
|
16. |
Weinstadt |
24,3 |
23,6 |
- 0,7 |
|
17. |
Plüderhausen |
26,0 |
25,3 |
- 0,7 |
|
18. |
Welzheim |
25,6 |
24,9 |
- 0,7 |
|
19. |
Alfdorf |
23,6 |
22,7 |
- 0,9 |
|
20. |
Schwaikheim |
32,1 |
31,0 |
- 1,1 |
|
21. |
Kernen |
27,9 |
26,7 |
- 1,2 |
|
22. |
Spiegelberg |
26,9 |
25,5 |
- 1,4 |
|
23. |
Rudersberg |
21,1 |
19,5 |
- 1,6 |
|
24. |
Großerlach |
28,5 |
26,8 |
- 1,7 |
|
25. |
Waiblingen |
28,8 |
27,1 |
- 1,7 |
|
26. |
Winterbach |
25,0 |
23,3 |
- 1,7 |
|
27. |
Althütte |
24,8 |
23,0 |
- 1,8 |
|
28. |
Schorndorf |
25,2 |
23.3 |
- 1,9 |
|
29. |
Kaisersbach |
22,1 |
19,2 |
- 2,9 |
|
30. |
Kirchberg |
24,2 |
19,9 |
- 4,3 |
|
31. |
Urbach |
29,2 |
24,5 |
- 4,7 |
|
BerglenAngaben in Prozent der gültigen Stimmen
|
Wahlbezirk (Wahlbeteiligung) |
CDU |
SPD |
Grüne |
FDP |
REPs |
Andere |
|
Oppelsbohm (31,5) |
39,9 |
28,4 |
8,1 |
7,0 |
8,1 |
8,5 |
|
Rettersburg (39,1) |
45,4 |
27,0 |
8,1 |
2,3 |
9,8 |
7,4 |
|
Öschelbronn (40,7) |
48,4 |
16,9 |
12,9 |
4,8 |
11,3 |
5,6 |
|
Weißbuch (33,8) |
45,9 |
21,7 |
9,8 |
12,9 |
4,6 |
5,1 |
|
Steinach (33,3) |
50,6 |
21,3 |
9,5 |
5,1 |
4,7 |
8,7 |
|
Reichenbach (44,2) |
42,5 |
31,6 |
6,2 |
7,3 |
6,2 |
6,2 |
|
Ödernhardt (41,5) |
45,9 |
17,2 |
6,6 |
13,1 |
6,6 |
10,7 |
|
Bretzenacker (50,7) |
50,9 |
18,9 |
9,4 |
10,4 |
4,7 |
5,7 |
|
Hößlinswart (33,2) |
52,2 |
23,7 |
9,7 |
2,7 |
4,3 |
7,5 |
|
Briefwahl |
39,0 |
23,3 |
15,1 |
12,0 |
3,1 |
8,8 |
|
BERGLEN (40,1) |
45,7 |
23,8 |
9,4 |
7,4 |
6,3 |
7,4 |
|
Rems-Murr-Kreis (40,1) |
48,2 |
25,7 |
9,6 |
5,9 |
4,8 |
5,8 |
|
Bad.-Württembg. (40,6) |
50,9 |
26,1 |
9,7 |
4,9 |
3,3 |
5,1 |
|
Deutschland (45,2) |
48,7 |
30,9 |
6,4 |
3,0 |
1,7 |
9,3 |
|
zurück
|